
Startseite » Alkoholabhängigkeit: Was ist das?
Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation ist Alkoholabhängigkeit eine Konsumstörung, die durch wiederholten oder kontinuierlichen Alkoholkonsum entsteht. Nach den DSM-5-Diagnosekriterien der American Psychiatric Association ist Alkoholabhängigkeit ein problematisches Muster des Alkoholkonsums innerhalb eines Zwölfmonatszeitraums, das sich durch mindestens zwei der folgenden Merkmale äussert und zu einer erheblichen Belastung im täglichen Leben oder einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit führt.
Der Alkoholentzug ist eine der häufigsten Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Alkoholabhängigkeit. Er tritt 6 bis 8 Stunden nach dem Absinken des Blutalkoholspiegels auf, in der Regel innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beendigung oder Verringerung eines langfristigen hohen Alkoholkonsums. Das Auftreten aller oder mindestens zweier der folgenden Symptome über einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen wird als Alkoholentzug bezeichnet. Kurz gesagt, ist der Alkoholentzug das Auftreten von psychischen und physischen Problemen in Zeiten, in denen kein Alkohol konsumiert wird. Die Symptome können leicht sein oder sich zu lebensbedrohlichen Zuständen entwickeln.
Es ist wichtig, den Schweregrad der Alkoholentzugssymptome einzuschätzen und während des Entzugsprozesses fachkundige Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um die Person vor möglichen Schäden zu schützen, die ein Risiko darstellen.
Die folgenden Symptome werden während des Alkoholentzugs beobachtet:
Alkoholmissbrauch ist einer der grössten Risikofaktoren für die Gesundheit der Weltbevölkerung, verursacht zahlreiche Krankheiten und stellt eine soziale und wirtschaftliche Belastung für die Gesellschaften dar. Alkoholabhängigkeit geht oft mit verschiedenen psychischen oder körperlichen Problemen einher. Bei Menschen, bei denen eine Alkoholabhängigkeit diagnostiziert wurde, besteht die Gefahr, dass sie von verschiedenen Substanzen abhängig werden, Stimmungsstörungen, Depressionen, Angstzustände, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen entwickeln und gleichzeitig körperliche Probleme wie eine vergrösserte Leber, eine Fettleber, Gelbsucht, Krebs und Zirrhose, Bluthochdruck, ein vergrössertes Herz und plötzliche Krisen sowie Gefässverschlüsse auftreten.
Riskanter Alkoholkonsum führt zu einer Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen, und dementsprechend sind Prozesse wie Gleichgewichtsstörungen, Schwierigkeiten bei der Ausübung geschickter Tätigkeiten, alkoholbedingte Demenz und Gedächtnisstörungen sehr häufig.
Alkohol senkt das Testosteron (männliches Hormon) und erhöht das Östrogen (weibliches Hormon). Er stört den Vitaminhaushalt im Körper. Er verursacht Durst. Da er die Fettspeicherung erhöht, führt er zu Gewichtsproblemen sowie zu Muskelabbau und Muskelschwäche.
Riskanter Alkoholkonsum schädigt das Nervensystem und kann zu Zittern in den Händen sowie Kribbeln und Taubheit in den Beinen führen.
Alkoholkonsum kann in manchen Prozessen eingesetzt werden, weil man glaubt, dass er sich positiv auf die Sexualität auswirkt oder weil man annimmt, dass er die Sexualität erleichtert; entgegen dem, was man weiss, verursacht er jedoch viele Probleme.
Alkoholkonsum während der Schwangerschaft führt zu einer Verzögerung des Wachstums- und Entwicklungsprozesses des Babys.
Aus Untersuchungen geht hervor, dass weltweit 3 Millionen Todesfälle auf den riskanten Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Die Schäden, die durch Alkohol verursacht werden, schaden sowohl der Person, die Alkohol konsumiert, als auch ihren Familienmitgliedern und den Menschen in ihrem Umfeld; sie verursachen verschiedene gesundheitliche Störungen und soziale Probleme.
Es gibt bestimmte Phasen im Entwicklungsprozess des Einzelnen. In den sozialen, körperlichen und kognitiven Entwicklungsprozessen gibt es bestimmte Aufgaben, und der Einzelne geht in die nächste Phase über, wenn er diese Aufgaben erfüllt hat. Ähnliche Prozesse sind auch in der Kindheit und Jugend zu beobachten. Kindheit und Jugend sind eine Zeit der Entdeckungen, Experimente und Verhaltensänderungen. Insbesondere die Adoleszenz ist eine Lebensphase, in der die Autonomie zunimmt, der Einfluss der Gleichaltrigen an Bedeutung gewinnt und der direkte Einfluss der Eltern abnimmt. Für den Heranwachsenden steht das Bemühen um die Schaffung einer individuellen Identität auf der Tagesordnung. Es ist auch eine kritische Phase, was den Einstieg in den Alkoholkonsum betrifft. Während der Adoleszenz verändern sich die Schaltkreise im Gehirn, die für das Denken, die Planung, die Entscheidungsfindung und die sozial-emotionale Entwicklung verantwortlich sind, weiterhin rasant. Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf diese Entwicklungsveränderungen bei Kindern und Jugendlichen aus.
Studien zeigen, dass es nicht sicher ist, nach dem Genuss von Alkohol Auto zu fahren, unabhängig von der Höhe des Alkoholpegels. Fahren unter Alkoholeinfluss;
Der Alkoholgehalt im Blut kann durch die Untersuchung einer kleinen Blut- oder Urinprobe oder durch die Analyse der ausgeatmeten Luft gemessen werden. (Weltgesundheitsorganisation Alkohol am Steuer: Internationale Leitlinien für die gute Praxis, 2007)
Laut dem Weltgesundheitsbericht 2018 der Weltgesundheitsorganisation zum Thema Alkohol und Gesundheit im Jahr 2016;